No-Till Living Soil Anwendung nach der Ernte mit neuer Pflanze, aktivem Bodenleben und Mikroorganismen 🌱

No-Till nach der Ernte – Living Soil richtig wiederverwenden

No-Till nach der Ernte: Living Soil richtig weiterverwenden

Beim No-Till-Prinzip wird das Substrat nach der Ernte nicht automatisch entsorgt oder vollständig ausgetauscht. Die vorhandene Bodenstruktur bleibt bestehen und wird für den nächsten Run geprüft und gezielt aufgefrischt.

Feine alte Wurzeln können im Boden verbleiben und dort nach und nach biologisch umgesetzt werden. Dadurch bleiben organische Substanz, vorhandene Bodenkanäle und ein Teil des aufgebauten Bodenlebens erhalten.

Die Erde prüfen.
Die neue Wurzelzone biologisch ergänzen.
Wachstum und Blüte gezielt auffrischen.
Das vorhandene Bodensystem weiterführen.
No-Till bedeutet nicht, die Erde unbegrenzt und ungeprüft weiterzuverwenden.
Zustand, Struktur, Feuchtigkeit und Pflanzengesundheit müssen vor jedem neuen Run kontrolliert werden.

Was No-Till wirklich bedeutet

Bei einem klassischen Neustart wird nach der Ernte häufig das gesamte Substrat ausgetauscht. Beim No-Till-System bleibt die Erde dagegen im Pflanzgefäß und wird möglichst wenig gestört.

Das Ziel besteht nicht darin, überhaupt nichts mehr zu tun. Stattdessen wird nur dort eingegriffen, wo es für die neue Pflanze und die weitere Nährstoffversorgung notwendig ist.

  • vorhandene Bodenstruktur erhalten
  • unnötiges Umgraben vermeiden
  • feine alte Wurzeln biologisch umsetzen lassen
  • neue Wurzelzone gezielt vorbereiten
  • Nährstoffversorgung bedarfsgerecht auffrischen
  • Feuchtigkeit und Sauerstoff im Gleichgewicht halten
No-Till bedeutet: erhalten, prüfen und gezielt ergänzen – nicht einfach nur wieder einpflanzen.

Vor dem nächsten Run: Substrat prüfen

Nicht jede gebrauchte Erde sollte automatisch weiterverwendet werden. Vor dem neuen Einpflanzen wird das Substrat deshalb sorgfältig kontrolliert.

Geruch

Gesundes Substrat sollte angenehm erdig riechen. Ein fauliger, stark säuerlicher oder modriger Geruch kann auf Sauerstoffmangel oder anhaltende Staunässe hinweisen.

Struktur

Die Erde sollte locker bleiben und Wasser gleichmäßig aufnehmen können. Stark verdichtetes, verschlämmtes oder dauerhaft nasses Substrat benötigt zunächst eine gründliche Aufbereitung.

Wurzeln

Feine alte Wurzeln dürfen im Boden verbleiben. Große, harte Stängelreste können entfernt werden, wenn sie den neuen Pflanzplatz blockieren.

Schädlinge und Krankheiten

Bei starkem Schädlingsbefall, Wurzelfäule oder einer übertragbaren Pflanzenkrankheit sollte die Erde nicht ohne weitere Prüfung für den nächsten Run übernommen werden.

Wichtig:
Erde aus einem sichtbar kranken oder stark befallenen Bestand nicht einfach weiterverwenden. Zuerst muss die Ursache des Problems geklärt werden.

So startest du den nächsten Run

  1. Alte Pflanze bodennah entfernen
    Die abgeerntete Pflanze knapp über der Substratoberfläche abschneiden. Das gesamte Substrat muss dafür nicht aus dem Topf genommen oder umgegraben werden.
  2. Oberfläche kontrollieren
    Abgestorbene oder kranke Pflanzenreste entfernen. Gesundes Mulchmaterial kann weiterverwendet oder bei Bedarf erneuert werden.
  3. Geeigneten Pflanzplatz auswählen
    Neben dem alten Stängelansatz vorsichtig ein neues Pflanzloch vorbereiten. Dabei das vorhandene Wurzel- und Bodensystem möglichst wenig beschädigen.
  4. Kux Pur an die neue Wurzelzone geben
    Beim Einpflanzen werden im MONTEZUMA24-System 1–2 g Kux Pur direkt an das Pflanzloch beziehungsweise an den neuen Wurzelballen gegeben.
  5. Neue Pflanze einsetzen
    Die Pflanze vorsichtig einsetzen und das Pflanzloch mit dem vorhandenen Substrat schließen. Die Erde nicht stark zusammendrücken.
  6. Bedarfsgerecht bewässern
    Langsam und gleichmäßig angießen. Staunässe vermeiden und vor der nächsten Bewässerung die tatsächliche Feuchtigkeit des Substrats prüfen.
  7. Wachstumsphase auffrischen
    Im MONTEZUMA24-System wird etwa 7–10 Tage nach dem Einpflanzen Ixim als Top-Dressing eingesetzt.
  8. Blütephase ergänzen
    Zum Beginn der Blüte wird Kan gleichmäßig als Top-Dressing aufgebracht.
Alte Pflanze entfernen.
Substrat prüfen.
Kux Pur an die neue Wurzel geben.
Ixim und Kan phasengerecht einsetzen.

Dosierung für die Folge-Runs

Für die allgemeine Anwendung werden Ixim und Kan jeweils mit 30–50 g pro 10 Liter Substrat eingesetzt. Die genaue Menge richtet sich nach Substratvolumen, Pflanzenart, Pflanzengröße und vorhandener Nährstoffversorgung.

MONTEZUMA24-Systemdosierung für etwa 50 Liter:
1–2 g Kux Pur direkt an die neue Wurzelzone.
Nach 7–10 Tagen 200 g Ixim als Top-Dressing.
Zum Beginn der Blüte 200 g Kan als Top-Dressing.

Ixim und Kan werden gleichmäßig auf der Substratoberfläche verteilt, vorsichtig in die obere Schicht eingearbeitet und anschließend bedarfsgerecht bewässert.

Nicht einfach nach Gefühl nachdüngen.
Substratmenge und Produktmenge vor der Anwendung bestimmen. Mehr Dünger bedeutet nicht automatisch eine bessere Versorgung.

Den vollständigen MONTEZUMA24-Kreislauf ansehen →

Warum alte Wurzeln im Boden bleiben können

Feine alte Wurzeln hinterlassen nach ihrer biologischen Umsetzung kleine Kanäle im Substrat. Diese können die vorhandene Bodenstruktur unterstützen und bieten organisches Material für das Bodenleben.

Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder große Wurzelballen unverändert bleiben muss. Wenn ein harter Stängelrest den neuen Pflanzplatz blockiert oder das Substrat stark verdichtet ist, darf vorsichtig Platz geschaffen werden.

So wenig stören wie möglich – aber so viel korrigieren wie nötig.

Feuchtigkeit bleibt entscheidend

Auch zwischen zwei Runs sollte das Substrat nicht vollständig austrocknen. Gleichzeitig darf es nicht dauerhaft nass gehalten werden.

  • Substrat gleichmäßig leicht feucht halten
  • Staunässe und stehendes Wasser vermeiden
  • Pflanzgefäße mit funktionierendem Ablauf verwenden
  • nach tatsächlicher Feuchtigkeit und nicht nur nach Kalender gießen
  • Mulch bei Bedarf zum Schutz der Oberfläche einsetzen
Zu trocken bremst biologische Prozesse.
Zu nass reduziert den Sauerstoff im Wurzelraum.

Die häufigsten Fehler beim Wiederverwenden der Erde

  • Substrat ungeprüft übernehmen: Geruch, Struktur, Feuchtigkeit und Pflanzengesundheit müssen zuerst kontrolliert werden.
  • Gesamten Topf umgraben: Dadurch wird die vorhandene Bodenstruktur unnötig stark gestört.
  • Direkt in einen harten alten Wurzelstock pflanzen: Für die neue Pflanze muss ein geeigneter Wurzelraum vorhanden sein.
  • Ixim oder Kan zu früh einsetzen: Beide Produkte besitzen innerhalb des Systems eine klare Aufgabe und einen vorgesehenen Zeitpunkt.
  • Zu hoch dosieren: Die Produktmenge muss zum tatsächlichen Substratvolumen passen.
  • Staunässe ignorieren: Ohne ausreichend Sauerstoff kann auch ein biologisch aktives Substrat nicht stabil arbeiten.
  • Kranke Erde weiterverwenden: Schädlinge oder Wurzelkrankheiten können auf die neue Pflanze übertragen werden.

Wann ein vollständiger Neustart sinnvoller ist

No-Till ist kein Zwang. In bestimmten Situationen ist es sicherer, das vorhandene Substrat gründlich aufzubereiten oder vollständig zu ersetzen.

  • starker oder wiederkehrender Schädlingsbefall
  • Wurzelfäule oder übertragbare Pflanzenkrankheiten
  • fauliger oder dauerhaft unangenehmer Geruch
  • starke Verdichtung und fehlende Durchlüftung
  • anhaltende Staunässe oder beschädigte Pflanzgefäße
  • unbekannte oder stark überhöhte Düngermengen im Substrat
Ein gesunder Neustart ist besser als ein problematisches Substrat um jeden Preis weiterzuverwenden.

Das MONTEZUMA24-System über mehrere Runs

Run 1 – den Boden aufbauen

Hunab bildet die vollständige Nährstoffgrundlage für Wachstum und Blüte. Beim Einpflanzen ergänzt Kux Pur die neue Wurzelzone.

Run 2 und Run 3 – die Erde weiterführen

Das vorhandene Substrat wird geprüft und weiterverwendet. Kux Pur begleitet die neue Wurzelzone, Ixim ergänzt die Wachstumsphase und Kan wird zum Beginn der Blüte eingesetzt.

Das Yax Living Soil System enthält Hunab, Kux Pur, Ixim und Kan. Es ist für etwa 50 Liter Substrat und die gezielte Versorgung über bis zu drei Runs vorgesehen.

Run 1: Den Boden aufbauen.
Run 2 und Run 3: Prüfen, auffrischen und weiterverwenden.

Weniger neue Erde.
Weniger vollständige Neustarts.
Ein Bodensystem für mehrere Runs.

Erhalten, was funktioniert.
Korrigieren, was nicht passt.
Die vorhandene Erde gezielt weiterführen.

Füttere den Boden. Nicht die Pflanze.

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